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Die Evolution der Ameise :

Kleine Einführung :

Nicht das Ameisen und Menschen mit der Größe oder gar des Aussehens viel gemein hätten, eher ist es die Intelligenz beider, die hervorstechen. Eine Ameise ist verhältnismässig dumm ... wenn man aber zehntausende oder gar hunderttausender einzelner Individuen “ Hand in Hand “ zusammen arbeiten lässt, entstehen komplexe Gebilde, die einer heutigen Grossstadt der Menschen so sehr ähneln kann, das man nur verblüfft sein muss.

Die Ameisen z.B. haben Jahrhunderte vor den Menschen bereits Nutztiere gehalten diese gepflegt sowie vor Feinden geschützt. Lasius niger sollte den meisten Ameisenfreunden ein Begriff sein. Gibt man diesen Tieren ( z.B. in der privaten Haltung ) die Möglichkeit, Blattläuse auf einer Blume oder Pflanze entdecken zu lassen, werden die Ameisen beginnen die süsslichen Ausscheidungen der Blattläuse als Nahrungsquelle zu nutzen. Dafür, das die Ameisen, von den Blattläusen Nahrung erhalten, schützen die Ameisen sie vehement vor Fressfeinden oder auch vor z.B. Regen.

Die Ameisen selber stammen von einer Wespenart ab, die für 130.000.000 Jahren begonnen hatten an Flussufern in Lehmigen Boden, ihre Nester anzulegen. Nach einer große Zeitspanne, entwickelten sich die Flügel der Wespen immer weiter zurück um beweglicher, schneller und effizienter in ihrem Erdreich agieren zu können.

Schliesslich kapselten sich die “ Erdlebenden Wespen “ von den normalen Wespen ab und schufen ihre eignende Gattung an Tier: Die Ameise war sozusagen geboren.

Ameisen sind Insekten und gehören zu Hummeln , Wespen und Bienen die auch Hautflügler ( Hymenoptera ) genannt werden. Ameisenstaaten, können mehrere Millionen Individuen umfassen. Jede - meistenteils Weibliche - Ameise, ist jedoch unter einer strikten Arbeitsteilung eingegliedert ( staatenbildend = eusozial )

 

Da ihr ganzen Leben ( wie bei fast allen anderen Tieren auch ) nur darin lag, ihren eigenden Bestand an Nachkommen weiter zu vergrössern, mussten sie so erfolgreich wie nur irgend möglich werden. Aber um sich weiterhin über große Stecken verbreiten zu können, musste sie eine Eigenschaft haben, die es ihnen erlauben würde auch große Distanzen zu überbrücken.

Die Männchen und “ Königlichen “- Weibchen, war es oder ist es immer noch vorbehalten bei ihrer Geburt Flügel zu haben. Mit diesem sehr nützlichen Körperteilen, konnten sie diese große Distanzen echt schnelle überbrücken und so die vermehren ihrer Gattung immer weiter nach vorne treiben.

 

Ameisen scheinen im Gegensatz zu dem Menschen nun wirklich ein Winzling zu sein, dennoch ist das Gewicht aller auf der Erde lebender Ameisen schon fast größer, wie das Gewicht aller auf der Erde lebender Mensch !!

Forscher und Wissenschaftler, haben bisher ca. 12.000 verschiedener Ameisenarten gefunden, doch es werden wohl noch einige tausend mehr sein, glaubt man den Fachzeitschriften und den Aussagen der “ Entdecker “ ! Obwohl viele Ameisen fast gleich aussehen, unter einem Mikroskop kommen auch die kleinsten Unterschiede zum Vorschein. hier einmal ein kleines Bild, wie eine Ameise im Detail aussieht :

Die Königin eines Ameisenstaates, legt ja nach Art der Ameise bis zu 800 Eier am Tag oder gar auch mehr. Die verschieden Stadien der Entwicklung ist ebenfalls ein großer Vorteil der Ameisen. Die Königin trägt z.B. nicht eine Ameise so lange in ihrem Körper, bis diese dann geboren wird. Sie legt Eier ... in einer große Stückzahl und auch meist in einem Eierpaket

Die Eier entwickeln sich zu einer Larve die noch immer von ihren Artgenossinnen gefüttert wird, bis die Larven sich selber beginnen einzuspinnen. Die dadurch resultierenden Puppe oder auch Nacktpuppe, sind nun die letzt Etappe bis hin zu einer fertigen Ameise. Wenn die Ameise frisch geschlüpft ist, muss der Chitinpanzer noch einige Stunden aushärten und schon kann das Leben in der kollektiven Intelligenz beginnen.

Ameisen sind Allesfresser. Die Ernährung der Ameisen ist so vielfältig das ich es hier lediglich nur kurz anreißen möchte. Ameisenarten aus Nord- und Südeuropa, sowie auch Exotische Arten fressen sehr gerne Zuckerwasser ( ein Teil Wasser / ein teil Zucker ), oder auch Honigwasser. Eiweiß spielt jedoch in der Entwicklung einer jeden Ameisenkolonie eine sehr große Rolle, da das Eiweiß tierischer Nahrung für die Eierproduktion der Königin unerlässlich ist. Die Fütterung von Insekten ist daher enorm wichtig, nur muss man auch auf die Beschaffenheit der Ameisen achten, damit sie das Futter überhaupt Händeln können. Wenn man einer kleinen Kolonie Lasius niger einen ganzen Regenwurm anbietet, kann man zu 100 Prozent sagen, dass die Tiere das Interesse an dem Futtertiere zwar zeigen, es aber schnell wieder verlieren da es einfach viel zu groß ist. Auch die Haut des Wurmes ist einfach ein nicht zerkleinerbares Objekt für sie. Wenn ihr Mehlwürmer z.B. abkocht und dann noch in kleine Teile schneidet und dann nur EIN Teil an die Kolonie Lasius niger weitergebt, werden sie euch sicher sehr dankbar sein. ;)

Extrem wichtig für Einsteiger ist die GEDULD !! Wenn man das mit sich selber einfach nicht vereinbaren kann, sollte man doch lieber die Finger von der ganzen Ameisenhaltung lassen. Die Geduld ist wirklich das Rezept für eine sich gut entwickelnde Ameisenkolonie. Ich will nicht päpstlicher sein als der Papst und muss auch offen gestehen, dass auch ich zu Anfang fast schon Stundenlang vor dem Formicarium saß und nicht verpassen wollte. Das ist ganz normal, nur sollte man nicht in das Leben der Ameisen versuchen einzugreifen. Beispiele die ich in verschiedenen Foren lesen musste : Lebende Futtertiere in das kleine Reagenzglas schieben wo die Ameisen völlig ausflippten, Zuckerwasser in die Farm geben ( = absolute SCHIMMELGEFAHR ), eine Ameisenkolonie in der Zeit der Winterruhe bestellen und dann sofort in ein Formicarium kippen usw.

Die Ameisen werden den für sich selber bessten Lebensstandard in eurem Formicarium schon SELBER einrichten ohne eure Hilfe zu brauchen. Auch verhungern werden sie niemals freiwillig. Drängt sie also nicht zum fressen. Das würden die Tiere falsch verstehen und sicherlich die Eiablage erst einmal ganz stoppen.

Die Eiablage selber ist eine Angelegenheit, die viele Einsteiger nicht oft zu sehen bekommen werden. Hier habe ich es endlich einmal schaffen können ein wunderbares kleines Video zu machen, wo man einer Camponotus ligniperda Königin dabei zusehen kann, wie sie ein Ei legt.

 

Die Königin streckt ihren Gaster ( Hinterleib ) durch ihre Beine nach vorne. Es sieht beinahe so aus, als würde sie versuchen wie wir sich normal hinzusetzten.

Im gleichen Zug, möchte ich daher auch die “ Geburt “ einer Ameise der Camponotus ligniperda zeigen. Oft sind gleich mehrere Ameisen zur Stelle und beginnen gleich mit dem aufknabbern der Puppenhaut. Danach wird die neue Ameise sofort eingehend untersucht und auch gleich geputzt. Die leere Puppenhülle wird meist sofort entsorgt um das Nest weiterhin sauber zu halten. Hier aber nun das Video.

Diese Enzyklopädie ist von mir selber verfasst worden und wird sicherlich nach und nach überarbeitet werden. Daher können Sachliche Abweichungen von anderen Forum oder Internetseite in Bezug auf die hier enthaltenden Informationen aufkommen.

Fortsetzung folgt !