Head3 Head2
Head5 Head4 Head1 Head6

Das Hauptmenü

Was fressen Ameisen und wie muss ich es “ zubereiten “ ?

Ameisenarten

Klickt rechts auf die Bilder der Ameisenarten, worüber ihr mehr wissen möchtet ! ->

Wissenswertes

Alles rund um die Ameise

Formicarienbau

Formicarienbau / typen Anlagenbau

Allgemeines

Gästebuch

Kontakt zu mir

Ameisenforen / Private Ameisenhalter

Impressum

Besucher

kostenlose counter

 

Das Futter ist mit das abwechslungsreichste Thema in der Ameisenhaltung, wenn auch nicht zu Beginn einer jeden Haltung !

Hier erst einmal ein Vorwort von mir :

Die Nahrungsgrundlagen der Ameisen in der Natur sind bei einheimischen Ameisen Nektar von Planzen oder Tieren ( Stichwort Blattläuse ), oder aber auch Insekten bishin zu verendeten Kleintieren wie Mäusen und der gleichen.

Einige Ameisenarten haben sich auf das aktive jagen von Futtertieren Spezialisiert und machen auch gerne in Gruppen von Ameisen auf sie jagt. Andere Ameisenarten hingegen leben ausschließlich von Pflanzensäften und könnten fast ganz auf Insekten verzichten. Einige einheimische Waldameisenarten kümmern sich nicht nur um Futter im allgemeinen, sie haben Baumharze von Nadelbäumen dafür entdeckt, um z.B. Bakterien oder Pilze aus dem Nest zu bekämpfen oder deren Erscheinung zu minimieren. Oftmals werden je nach Größe einer Kolonie mehrere Kilo Baumharz in einem Nest gefunden, welches der Gesundheit aller dient !

Das Verhalten der Ameisen hängt bei der Futtersuche bzw. deren beschaffen fast immer nach der Menge der Larven in ihrem Nest ab. Nicht die Königin sag ihren Arbeiterinnen, dass mehr Futter herangetragen werden muss. Vielmehr ist es der Hunger der Larven innerhalb der Kolonie, der das verlangen nach Futter immer weiter steigen lässt. In der Privaten Haltung, kann man bei vielen Ameisenkolonien mit dem Insektenfutter auch das Wachstum der Kolonie selber etwas steuern.

Meist wird die Nahrung nicht in Kammern gelagert und nach und nach erst genutzt. Bei Ameisen spricht man auch von einem Sozialmagen ( Kropf ). Die Arbeiterinnen, die ihren Kropf gefüllt hat, kehrt nach einer Futtersuche ins Nest zurück und verteilt es ( Mund zu Mund ) an andere Arbeiterinnen. Auch die Königin wird auf diese Weise von allen Arbeiterinnen gefüttert. Die Kolonie hält so das Futterniveau, aller Arbeiterinnen auf fast dem gleichen Level. Ist das Futter nahhaft und abwechslungsreich, so könnte die “ Eilegerate “ der der Königin hierdurch gesteigert werden.

Einsteigern sei gesagt, dass die Abwechslung des Futters, zu Beginn einer Haltung bei einer Gründerkolonie, bestehend aus nur einer Königin oder auch einer Königin und wenigen Arbeiterinnen, nicht zwingend notwendig ist. Die Pygmäen ( Pygmäen = Die aller ersten Arbeiterinnen einer Königin; Ich nennen sie daher auch sehr gerne “ Erstarbeiterinnen “ ), holen soviel Futter wie es sein muss für die Königin und deren Larven und natürlich für sich selber, wie sie es benötigen. Wenn dann später die ersten “ richtigen “ Arbeiterinnen schlüpfen, könnte man an dieser Stelle beginnen auf ein wenig Abwechslung zu achten, damit sie die Ameisenkolonie besser entwickeln kann.

Die Menge macht`s NICHT ... Einsteiger in die Haltung machen den Riesen Fehler und bieten wahre Massen an Futter an ... da wird gerne Honigwasser / Zuckerwasser / Einen ganzen Mehlwurm / Fliegen / Zuckerwürfel / Trauben usw. angeboten. Wenige Stunden später, kann man in einem der einschlägigen Ameisenforen lesen :“ Meine Ameisen fressen nichts “ oder “ Meine Ameisen fressen nicht und sterben alle “.

Ameisen trinken wirklich nur so viel, bis ihr Gaster ( Gaster = “ Po “ der Ameise )
prall gefüllt ist und laufen dann zurück in ihr Nest um das gesammelte Futter an die anderen Arbeiterinnen zu verteilen. Man kann einen gefüllten und einen nicht gefüllten Gaster bei einigen Arten sehr gut unterscheiden. Dabei kann man prima beobachten, wie sich der Hinterleib der Ameise immer weiter aufpumpt und recht helle “ Hautfalten “ zu sehen sind.

Gaster Camponotus substitutus

 Andere Ameisen hingegen haben diese “ Sichtkontrolle “ nicht so sehr ausgeprägt und man kann oft nur raten, ob die Ameisen z.B. über Nacht etwas gefressen haben. Der Gaster füllt sich dabei selber aber nicht wirklich, es sind die sich füllenden Organe, die den Gaster größer werden lassen !

Welches Futter kann ich für die Ameisen nutzen / Wie muss oder kann ich es zubereiten ?

Ich verfüttere am aller liebsten Zuckerhaltiges Wasser oder auch eben Zuckerwasser genannt! Es ist absolut günstig im Einkauf und wird von allen Ameisen sehr gerne angenommen. Honigwasser verfüttere ich fast gar nicht. Einige werden sich zwar nun die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, da Honig zugegebenermaßen viel Naturgetreuer ist und auch sicherlich mehr Nährstoffe enthält wie Zuckerwasser, nur nehmen recht viele Ameisen es nicht gerne an und einige kleinen Arbeiterinnen von z.B. Lasius niger haben oftmals den drang, darin kleben zu bleiben und verenden dann darin.

 

Zuckerwasser einfach und schnell zubereiten :

50% Wasser ( Zimmertemperatur ) und 50% feinen Raffineriezucker in einen kleinen Behälter geben, den man z.B. Wasserdicht verschrauben kann. Dann alles zusammen richtig gut schütteln ! Ich habe in einem Forum einmal gelesen, dass man so viel Zucker in das Wasser geben könnte, bis es “ dickflüssig “ wird ! Das ist einfach nur falsch ! Das Wasser kann nur eine bestimmte Menge Zucker auflösen, sollte daher zuviel Zucker vorhanden sein, sinkt dieser einfach zu Boden. Daher ist es eine kleine Übungssache, aber man hat den Dreh wirklich schnell raus !

 

Futtertiere einfach und schnell zubereiten :

Alle Futtertiere sollten meiner Meinung nach vor dem Verfüttern, immer mit kochendem Wasser überbrüht werden, um einer eventuellen Milbengefahr von vorne herein Paroli zu bieten ! Es gibt unfassbar viele Futtertiere, die man seinen Ameisen zum Fressen anbieten könnte. Hier aber nun die wohl meist genutzten Futtertiere der Ameisenhaltungscommunity :

 

      • Heimchen ( Groß / Mittel / Klein / Mikro )
      • Mehlwurmlarven
      • Mühlwürmer
      • Pinky Maden ( Fliegenlarven )
      • Kleine Fliegen oder Mücken

 

Jeder Halter macht es mit dem “ Zubereiten “ der Futtertiere anders. Ich sage euch nur mal eben schnell, wie ich es bis zum heutigen Tage noch mache :

Wasserkocher halb voll mit Wasser füllen -> Wasser zum kochen bringen -> Futtertiere ins heiße Wasser werfen und nach einigen Sekunden mit einem kleinen Sieb herausfischen, restliches Wasser abtropfen lassen und dann verfüttern, entweder noch zerschneiden oder eben ganz. Bei mehreren Ameisenkolonien oder großen Ameisenkolonien, kann man die Futtertiere auch ins heiße Wasser werfen dann aber das Wasser durch ein großes Sieb schütten, das geht auch sehr schnell.

Und JA ( ! ), ich mache es wirklich bei jedem Futtertier so, wenn ich weiß, dass die Ameisen es auch annehmen bzw. fressen. Bei Harpegnathos ventor z.B. ist es besser lebendige Heimchen zu verfüttern.

Haltung der Futtertiere :

Nicht nur das richtige “ zubereiten “ der Futtertiere ist eine wichtige Angelegenheit. Sonder ist die Aufbewahrung oder die “ Haltung “ der Futtertiere ebenso wichtig, wie das richtig verfüttern selber !

Warum denn “ Haltung der Futtertiere “ ?

Die Futtertiere ernähren sich in der Freien Natur eigentlich von dem, was sie finden können und was gut für sie ist. Dieses gefundene Futter ist absolut abwechslungsreich. Wenn die Ameisen die Futtertiere dann letztendlich finden oder gar fangen und fressen, gehen diese in den Futtertieren enthaltenden Nährstoffe auch in die Ameisen über, wovon sie logischerweise nur profitieren können.

Wenn also eure Heimchen oder Mehlwürmer z.B. nur Wasser und Brot bekommen, reicht das für das Überleben der Futtertiere vollkommen aus, ist aber für die Ameisen nicht gerade eine tolle Eiweißnahrung eben ohne die wichtigen “ Inhaltsstoffe “, die sie benötigen.

Es ist daher wichtig, dass ihr auch den Futtertieren Futter anbietet, welches nahhaft ist. Brot ist generell gut geeignet, das steht außer Frage, nur könnt ihr ihnen wenig Obst oder Gemüse anbieten.

Sie alle zwei Wochen in eine neue saubere Plastikbox umsiedeln, damit die Tiere nicht durch ihren eigenden Kot, verfaultes Futter oder auch tote Artgenossen klettern und kriechen müssen.

Verdrecke Lebensbereiche der Futtertiere sind daher ideal um Milben ein wunderbares Heim zu bieten und sind auch mit Auslöser für Krankheiten über die wir als Menschen zwar nicht nachdenken müssen aber Gründerkolonien oder Exotischen Ameisenarten schnell mal den Untergang bedeuten könnten ( jedoch auch nicht müssen! ).

Denkt also auch mal drüber nach und kümmert euch die paar Minuten am Tag um eure Futtertiere, sie und vor allem eure Ameisen werden es euch sicherlich danken !

 

Drei ( 3 ) Videos werden geladen .... etwas Geduld bitte !

Video 1

Futter Körner

Video 2

P1070482

Video 3

Futter Mehlwurm 1
Futter Zophobas