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30.01.2010

Warum erst jetzt ein Haltebericht ?

Gerne hätte ich früher mit einem Haltebericht begonnen, doch konnte ich dies aus zwei Gründen noch nicht so richtig machen.

1.) Die erste Kolonie die ich erhielt, hatte nicht wenig Milben ( ich dachte gleich an das Klischee, dass es nur mit Milben verseuchte Kolonien dieser Art gäbe).

2.) Die Kolonie legte zwar wenige Tag nach dem Erhalt Eier, doch kamen auch nach einem Monat des wartens keine Larven zu stande .... hatte ich eine unbefruchtete Kolonie erhalten ?

Wie ihr lesen könnt, sind oder waren es schon echt schwere Steine, die es nun erst mal zu beseitigen galt.
Als ich die Kolonie bekam, konnte ich bereits bei den ersten paar Bilder gut erkennen, dass Milben auf den Tieren waren. An Augen, Mandibeln und allgemein am Kopf waren sie zu finden. Stellenweise auch der Körper ... besonders die Gelenke waren betroffen / befallen.

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Naja, wie ihr seht/lest, doch ein paar mehr Milben, zumal es hier zwei verschiedene Ameisen der gleichen Kolonie sind.

Es war doch ein wenig zu viel des guten. Ich habe die Kolonie reklamiert. Die folgende Reaktion, fande ich sehr großzügig und kolant vom Ameisenhändler.

Ich konnte die mit Milben befallene Kolonie behalten und habe eine neue kostenlose Kolonie erhalten. Es war viel mehr, als ich erwaret hättet.
Schon drei Tage nach dem Telefonat, kam die “neue” Kolonie bei mir an.
Ich wunderte mich, warum diese Ameisen so glänzend und farbintensiver waren. Bis ich an den Innenrand der Verpackung fasste. Es war Öl ???

Ich konnte es mir nur so erklären, dass die Ameisen vor dem versenden noch gründlich mit Ameisensäure in verdünnter Form von Milben befreit worden waren. Ich freut mich, nur war es doch recht viel des guten, schnell starben zwei Arbeiterinnen ( noch in der Transportbox ) an diesem Eingriff.

Ich ärgerte mich dennoch nicht darüber, denn einem geschenkten Gaul schaut man bekanntlicher weise nicht ins Maul !
Es war nun mal wieder ein auf und ab der Gefühle. Nun hatte ich zwar zwei Kolonien, diese waren aber noch eine intensiveren Prüfung doch mit Milben befallen.... jo, richtig gelesen :(

Nun hatte ich die beiden Kolonien und musste schauen, dass ich klar kam.
1. Schritt war für mich, erst einmal einen Weg zu finden, die Milben los zu werden. Ich wollte von vorne herrein die Kolonie recht feucht halten um ihnen einen guten Start zu ermöglichen. Doch verwarf ich das sofort wieder und hielt sie sehr trocken um den Milben ein wenig entgegen zu wirken.

Mit Erfolg ? ... Offentsichtlich ja ! Denn die Ameisen wurden nach einigen Nahaufnahmen mit meiner Kamera immer “Milbenfreier”. Die erste Kolonie hingegen, hatte da schon mehr Probleme.
Wärend dieser “Trockenzeit” starben leider fünf Arbeiterinnen.

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Harpegnathos venator, müssen immer genug frisches Wasser haben. Sie vertilgen auch, ohne Larven als Brut, eine beachtliche Menge an Heimchen oder Futtertiere im allgemeinen.
Doch fressen sie bisher nicht gerne Honig bzw. Zuckerwasser obwohl ich dieses immer anbiete.

Eben richtige Raubtiere :)

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Freudigerweise haben beide Kolonien nach ca. zwei Wochen der Ruhe mehr oder minder begonnen Eier zu legen. Da ich immer noch alle Parameter auf “trocken” stehen hatte, kam in mir der berechtigte Zweifel hoch, ob aus diesen Eier überhaupt etwas werden würde.

Die erste Kolonie, hatte bereits nach kurzer Zeit eine beachtliche Menge Eier gelegt. Nach ein bis zwei Wochen wurden diese aber immer weniger und auch entwickelten sie sich garnicht erst zu Larven.

Die zweite Kolonie legte bisher nur ein Ei, doch auch das gleiche hier. Es war plötzlich weg und auch wurden keine weiteren Eier mehr gelegt.

Nun habe ich mutig begonnen die Ameisen nach und nach an eine feuchtere Umgebung zu gewöhnen. Die Tiere legten nach einer Weile endlich wieder Eier und ich konnte neuen Mut schöpfen.

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06.02.2010

Kleiner Zwischenbericht über die “zweite” Kolonie. Sie haben nun eine erfreuliche Menge Eier. ich bin aber wirklich gespannt, ob sich da was zu einer Larve weiter entwickeln wird !

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24.02.2010

SEHR gute Nachrichten bei der “zweiten” Kolonie die zu Beginn der Haltung noch einige Milben hatten und es nicht so richtig “losgehen” wollte.
Die Eier haben sich in ca. 22 - 24 Tagen zu kleinen dicken, von der Form her recht auffälligen, Larven weiter entwickelt.

Des weitern ist mir die absolut bemerkenswerte Bauweise dieser außergewöhnlichen Ameisen aufgefallen.
Sie haben “Korn für Korn” des roten Sand / Lehmgemisches zu einer konstvollen “modern” rundlichen Kule zusammengesetzt. Auch haben sie recht tiefe Löcher in den Ecken es Miniformicarium gegraben welche aber nur bei kurzen Störungen ( wenn ich mal nach ihnen sehe ! ) als Zufluchtsort genutzt werden.

Bei diesen kurzen und seltenen Stresssituationen, haben sie erst sich selber gerettet und einige Zeit später erst ihre Brut ... ein leicht “Kopfloses” Verhalten, welches ich bei kaum einer andere Ameisenart so beobachten konnte.

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Der “Milbencheck” Teil 1

Naja, wollte euch nur zeigen, dass nun kaum noch Milben in der “Mundregion” der Ameisen zu finden sind.

09.03.2010

Bei Kolonien haben nun eine beachtliche Menge Eier. Zwar hat bisher nur eine der Kolonien Larven herbeibringen können, doch hoffe ich, dass die zweite Kolonie ebenfalls nachziehen wird.

Hier aber nun erst einmal Videos der Kolonie, die bereits Larven hat ( und diese sind mal richtige dicke Wonneproppen ! ) sowie eine grobe Zählung der Eier der zweiten Kolonie ( Immerhin 42 Eier konnte ich mit bloßem Auge erkennen ! ).

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17.04.2010

Beide Kolonien entwickeln sich nun dank der nach und nach von mir angepassten Halteparameter absolut überwältigend.
Der Boden ist nun immer “erdfeucht” und kommt gut bei diesen Ameisen an. Bei Temperaturen von tagsüber 25°C und abends ca. 19°C, konnte ich bisher die bessten Ergebnisse in punkto der allgemeinen Entwicklung der Kolonien erziehlen.

Zuckerwasser oder auch testweise Honigwasser beachten sie kaum. Kleine (!) Heimchen, stehen bei ihnen ganz oben auf der Liste ihrer beliebtesten Futtertiere. Leider muss ich bei diesen Ameisen, die Heimchen lebendig verfüttern. Überbrühe ich die Futtertiere erst, so nehmen die Ameisen diese zwar an, legen diese aber nach recht kurzer Zeit wieder auf einen kleinen Müllhaufen.
Lebendige Futtertiere hingegen, werden gestochen und dann ( denke ich mal ) in einem betäubten Zustand aufbewahrt. Funktionieren die inneren Organe des Futtertieres nach dem Stich immernoch, so bleiben diese länger “haltbar” für die Ameise.

Das Verhalten der Larven ist ebenfalls etwas besonderes. So dick, dass selbst Arbeiterinnen sie kaum noch tranportieren können.
Sie sind vom Unterleib her wirklich wahre Schwergewichte doch haben sie einen langen und recht beweglichen “Hals”, hiermit können sie einen recht großen Radius um Futter zu “suchen”.

Auf den folgenden Bildern kann man z.B. sehen, wie die Larven beginnen, auf dem Rücken liegend, sich mit Hilfe von Sand einzuweben oder auch wie eine frisch eingewebte Puppe ausschaut.

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Ab hier nun noch Bilder in lockrer Reihenfolge der Kolonien !

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Habt ihr Fragen, Ergänzungen oder Kritik zu dieser Kolonie, schreibt mir eine Nachricht über mein Kontaktformular