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Alles rund um die Ameise

Ein “ spezielles Formicarium ” für Messor barbarus soll das Rezept für eine gute und lange Haltung sein ??

Lasst euch nicht von dem Wort “ speziell “ abschrecken, denn oftmals kann man lesen, dass Messor barbarus eine kleinwenig aufwendigere Haltungsweise benötigt um sich gut zu entwickeln.

Die Brutkammer sollte feucht und warm sein, die Kornkammer jedoch eher trocken. Wie kann man dies am besten hinbekommen, ohne sich jedoch den Kopf zerbrechen zu müssen !?

Einmal eine ganz neue Art dies zu machen, möchte ich euch nun in dieser Anleitung zeigen. Selber habe ich diese Bauweise noch NIE zuvor im Internet allgemein gesehen. Es ist also eine absolute Premiere in Sachen Messor barbarus Haltung und ich hoffe sehr, dass sie einigen von euch eine Inspiration sein wird !

Nennt es wie ihr es am liebsten wollt : Messor Skyline, Stelzenstadt usw. .... Plexiglas ist hierfür ein toller Werkstoff !

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HIER NUN DIE ANLEITUNG :

Was man alles haben muss ( in meinem Fall ! ):

  • Glasbecken ( 100 x 40 x 40 )
  • Plexiglas 2 mm
  • Y-Tong Stein(e)
  • Alte Astsäge
  • Dremel ( + div. Aufsätze )
  • PTFE ( oder andere Rutschmittel )
  • Cuttermesser
  • Schleifpapier
  • Gips
  • Standbohrmaschine ( Um Y-Tong zu bearbeiten )
  • REVELL - Kleber ( Um Plexiglas perfekt zu verkleben )
  • LUGATO Silikon ( In meinem Fall Transparent )

Zu Beginn des ganzen, habe ich mich für ein normales Glasbecken mit den Maßen 100 x 40 x 40 ( cm ) gewählt. Dieses steht auf zwei Zentimeter starken Styroporplatten um eventuelle Erschütterungen vom Becken fern zu halten. Das ganze wird von zwei 230V 50Watt Spots mit etwas Wärme und Licht angestrahlt.

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Ich habe mich dazu entschlossen, alle Y-Tong Steine auf Stelzen zu stellen, dass der Feucht Y-Tong z.B. nicht mehr im Sand liegt / steht oder darunter gebuddelt werden kann.

Hier also meine Idee : Als erstes habe ich aus 2 mm dünnem Plexiglas die Säulen gefertigt, wo später die Steine drauf ruhen werden.

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Zur einfachen Stabilisierung, habe ich auch oben auf den “ offenen T-Träger “ ( wie unten an den Füßen auch ) nochmals eine kleine Plexiglasplatte aufgeklebt, die das Gewicht des Steines besser verteilen werden.

Desweiteren habe ich mir überlegt, dass der gesamte Y-Tongstein nochmals mit einer 2mm Plexiglasplatte versehen wird, um ein zweites mal sein Eigengewicht zu verteilen.
Für den größeren und feuchteren ( folglich auch schwereren ! ) Nestbereich der Messor barbarus, habe ich zwei Säulen mit geringfügigen größeren Dimensionen genommen. Für die kleinere Kornkammer, habe ich nur noch eine Säule veranschlagt.

Alle Säulen sind mit Plexiglasplatten genau 25cm hoch ;) Wenn die Säulen leicht schräg stehen sollten, ist das absolut kein Problem, denn das spätere Gips als Bodengrund, macht nochmals einige an eventuell gemachten Fehlern wieder gut !
“ Warum denn so hoch Marco ? ”
... werden sich nun einige von euch fragen ... die Antwort folgt später in der Bauanleitung !

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Nun eine besondere Sache, wo ich ein großes Augenmerk drauf gelegt habe.

Die Kornkammer der Kolonie !

Messor barbarus sollten eine ( wie oben schon geschrieben ) trockene Kornkammer haben, damit die Körner nicht schimmeln oder gar Keimen und wachsen. Daher hatte ich die Idee nicht einfach Plexiglasröhren oder einfache Schläuche in ihrer zu tausendfach gesehenen Runden Form zu nutzen, ich wollten ihnen etwas “ besonderes “ schaffen.

Ich entschied mich dazu, ihnen ein Plexiglastunnel zu bauen, der von der feuchten Nestkammer zur trockenen Kornkammer führt um ohne Probleme die beiden benötigten Nestbereiche zu schaffen.
Wie schon gesagt, mit dieser Bauweise, begebe ich mich selber und natürliche die Kolonie auch, auf Neuland !

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Als alles soweit im “ Trockendock “ fertig war, konnte ich endlich beginnen die Säulen in das Formicarium ein zu arbeiten.
Mit Gips wurden die Säulen nun so eingesetzt, dass die obere Plattform in der Wasserwaage war. Ein wichtiger Schritt, da schiefe Säulen nachher große Probleme mit der Luftbrücke mit sich führen würden.

Zudem sollte man sich doch beeilen das ganze fertig auszurichten, da das Gips doch recht schnell anzieht und dann auch nicht mehr formbar ist. Die Unterseiten der Plexiglasplatten habe ich mit PTFE versehen, dazu aber später mehr !

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Als die erste große Plattform für den Nestblock stand, war ich echt erleichtert, schließlich steht und fällt alles mit diesem Ergebnis !

Es folgte ein Schritt, vor dem es mir aber ebenfalls etwas graute ! Ich musste den Abstand von Y-Tong zu Y-Tong genau messen, um den genauen Abstand der Luftbrücke zu haben. Ich konnte die Steine noch nicht auf die Säulen legen, sonst hatten sie eventuell wieder den frischen Gipsboden verändert oder die Säulen wären eingesunken. Ich hatte daher nur eine Chance um die zweite Plattform mit einem mal richtig zu rücken.

Als jedoch die Brücke wunderbar saß und auch diese Hürde genommen war, konnte ich die Arbeiten fortführen.

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Tja ... zwar habe ich eine Luftbrücke, nur wie sollen die Ameisen vom Boden in den Y-Tong kommen ?

Ich habe mich wieder einmal für eine neue Lösung entschieden. Ich habe einen Streifen Plexiglas so geformt, dass dieser nun wie eine Treppe wirkt. Sie sollte schon recht lang sein, dass die Ameisen ( so hoffe ich zumindest ) diese “ Treppe “, die übrigens ganz nah am Beckenrand verläuft, immer auf und ab laufen müssen. Ich hoffe wirklich das es ein Erfolg wird. Denn dann könnte ich sicherlich immer schöne Bilder der Ameisen machen und sie auch folglich auch so, sehr gut beobachten.
Daher habe ich ( um diesen erhofften Erfolg ) noch weiter zu unterschützen, PTFE an die Unterseiten der Plattformen gepinselt, dass sie nur diesen einen Weg in das Nest und aus dem Nest nutzen können !

Damit die Ameisen es aber nicht so schwer haben mit dem Ausstieg bis zum Nest, habe ich die gesamte Treppe mit einem feinen Schmirgelpapier angerauht, um den Tieren einen besseren Halt zu bieten.

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Nun wurde die Luftbrücke mit Transparentem Silikon ( Firma LUGATO - Wie Gummi ) eingeklebt.

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Dann kam mal wieder ein etwas aufwendigerer Teil des Baus.
Die Bewässerung des Nestblockes sollte ein entscheidender Schlüsselpunk für die Haltung der Ameisen sein. Nun dachte ich mir, wenn ich Seramis ( wie es fast alle machen ; außer ich ^^ ) nutze, werden diese sicherlich schon sehr bald von den großen Arbeiterinnen umhergetragen werden. Edelstahl oder Aluminiumgaze kamen für mich ebenfalls nicht in Frage, da sie das Gesamtbild der Anlage trüben würde.

Da ich auch alles “ wie aus einem Guss “ erscheinen lassen wollte, war es für mich ein Unding, die Plexiglasplatte für das Bewässerungsloch ganz auszuschneiden oder gar eine ganze Ecke aus der ganzen Platte zu sägen !

Der Nestblock selber war in einer sehr guten Höhe um erneut eine Neuerung zu starten.
So fräste ich mit einem Dremel sowie passendem Aussatz ein kleines strammes Loch in die Plexiglasplatte, welche den Nestblock abdecken sollte, genau in der Mitte des Bewässerungsloches. Ein normaler transparenter Schlauch passte stramm und leicht gestaucht ( wie es sein MUSS ) in das Loch der Nestblockabdeckung. Nach dem Test, zog ich den Schlauch in leicht kreisenden Bewegungen wieder aus dem Loch und stopfte einfache Watte in das Loch.

Davon erhoffte ich mir, dass wenn die Ameisen sich in der späteren Haltung mal zu dem Bewässerungsloch durchbeißen würden, ich noch wenigstens etwas Zeit hätte um die zu erkennen. Ohne die Nasse Watte, könnten die Ameisen ( wenn sie es denn mal schaffen sollte sich durch zu beißen ), ohne großes Hindernis durch den Schlauch und bis ins freie krabbeln.

Nach der Watteaktion, führte ich dann den Schlauch einfach bis aus der Formicariumabdeckung ebenfalls durch ein kleines gefrästes Loch hinaus. Aus der heutigen Sicht der Dinge, muss ich ehrlich sagen, dass es eine absolut bombastische Lösung ist. Die Ameisen kommen an dieser Stelle mit dem Wasser nicht einmal in Berührung und haben absolut keine Möglichkeit zu entkommen, sich einzubuddeln oder gar zu ertrinken ! ;) Alufolie reicht mir vollkommen zur Abdunklung ! Die ersten “ Befeuchtungstests “, haben auch super funktioniert !

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So, dann kamen auch schon die ersten Ladungen Ameisen. Ich habe alleine für das Umsetzten der rund 500 - 600 Ameisen drei Stunden benötigt. Viel Ruhe und Geduld muss der Ameisenhalter schon mitbringen, um eine doch schon recht große Kolonie umsetzten.
Zwischendurch, gab ich dann auch den gesamten Kornspeicher der Kolonie auf den Nestblock, damit sie nicht so weit rennen mussten.

Eine absolut neue und unbekannte Umgebung ist nun einmal “ unbekannt “ und muss auch erst mal erkundet werden, um überhaupt zu wissen, wo alles hinkommt.
Die Königin des Volkes konnte ich ebenfalls mit den Fingern umsetzten, diese habe ich aber bei dem ganzen gekrabbel sehr schnell aus den Augen verloren.

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Rund acht Stunden später ( über Nacht ! ), haben sie den ganzen Körnerberg bereits wieder eingesammelt und Korn für Korn in den Nestblock geschafft. Zwar noch nicht in die von mir vorgesehen Körnerkammer, aber sicherlich wird sich das später von selber ein

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Habt ihr Fragen, Ergänzungen oder Kritik zu dieser Anleitung, so schreibt mir eine Nachricht über mein Kontaktformular