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Am 25.09.2008 bekam ich diese Kolonie Polyrhachis dives.

Anfangs waren es eine 10 ( in Worten : ZEHN ) Königin, ca. 70 Arbeiterinnen. Leider konnte ich keine Eier, Larven oder gar Puppen sehen.

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29.09.2008

Am 29.07.2008 habe ich diese Kolonie Polyrhachis dives von Herr Sebesta ( www.Antstore.net ) erhalten. An dieser Stelle bedanke ich mich bei Herr Sebesta für den schnellen Versand und die wirklich sehr gut verpackte Kolonie !

Ich machte mich sofort an die Arbeit, die Kolonie aus ihrem “ Gefängnis “ zu befreien. Die Verpackung war sehr gut, eine große Transparente Kunststoffbox mit Luftlöchern, worin auch wieder ein recht großes Kunstoff RG leg ( mit blauem Schraubdeckel ), welches von ein wenig Plastikfermit ( ähnlich wie Knete, nur etwas klebriger ) und dicken Luftkissen vor Verrutschen geschützt war.

Im RG selber war es sehr ruhig, nur vier bis sechs Arbeiterinnen konnte ich außerhalb des RG`s sehen. Für mich jedoch nicht gerade ein Punkt wo ich besorgt sein hätte müsste. Da es sich eben um eine Art handelt, die aus einem recht warmen Gefilde kommt, waren die hiesigen Temperatur natürlich sicherlich nicht gerade genehm. Eng hockten alle Tiere zusammen und regten sich kaum.

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Ich haben versucht zu zählen, wie viele Königinnen es wohl sein könnten und kam recht schnell auf drei Königinnen ... ich war begeistert ! Das von mir vorbereitete Formicarium, hatte ich schon nebenbei auf 25°C aufgewärmt, ließ die Ameisen sich jedoch erst einmal an die Temperaturen in meinem Keller ( ca. 19 - 20°C ) gewöhnen. Ich wollte das RG nun in das Formicarium legen, damit die Tiere in Ruhe umziehen konnten. Dabei bemerkte ich, das ich mit meiner ersten Königinnenzählung ein wenig verhauen hatte, da ich noch eine vierte Königin sah.

Ich beschloss nun, die Königinnen in einem RG zu sammeln und sie alle richtig zu zählen. Gedacht, Gemacht .... was ich aber dann zu sehen, oder besser zu zählen bekam, hat mich fast jubeln lassen, jedoch auch zugleich verschreckt und ans Grübeln gebracht. Ich hatte in diesem Augenblick 10 ( in Worten : ZEHN (!) ) Königinnen gezählt .... Was will man nun machen ? Einige Königinnen aussortieren kam für mich nicht in Frage. Und so schoß ich noch einige Bilder der Königinnen und setzte sie wieder zurück zu ihren Arbeiterinnen.

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Da ich kein einziges Ei oder gar eine Larve entdecken konnte, habe ich ihnen Zuckerwasser angeboten, welches aber alles andre als gut bei ihnen ankam. Auch Eiweißfutter ließen sie links liegen. Aber ich kann mir schon sehr gut vorstellen, nach diesem Transport zu mir, müssten die kleinen Tiere erst einmal verschnaufen und sie versuchen “ einzuleben “.

Hier aber noch einige Bilder der Polyrhachis dives.

PS: Willkommen bei mir Polyrhachis dives :)

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02.11.2008

Die Ameisen haben den Umzug sehr schnell vollzogen und sind wie ich gehofft hatte in den “ Bauch “ des Hamsterstrohballes gezogen ( meine Freundin hatte mir diesen netterweise mitgebracht ). Wie ich finde macht er sich sehr gut und bietet für den Anfang erst einmal genug Platz für die ganze Kolonie.

Nach nur wenigen Tagen des Beobachten, ist mir ein Fehler meinerseits in der Anlage aufgefallen. Daher musste ich an den Ameisen vorbei leider noch ein kleines 2mm Glasstück in die Anlage einkleben, was sich als sehr schwer herausstellt, da ich ständig attackiert wurde :D Es ist mir wirklich alles andere als gut gelungen, dennoch erfüllt die “ Plattform “ nun ihren. Zweck und dient mir und den Ameisen als Futterstation.

Die Plattform war (!) für alle Arten der Fütterung gedacht. Nach ca. einer Woche jedoch fingen die Ameisen genau zwischen Wassertränke und Glas an ein neues Nest zu bauen. Morgens früh als ich los musste, waren mehre Königinnen sowie Larven und sehr viele kleine Eier eben auf dieser Plattform und waren kräftig dabei Holzspäne zu verweben. Leider konnte ich von diesem Treiben keine Bilder machen. Aber man sieht auf den folgenden Bilder die zarten Weben der Larven an den Scheiben des Formicariums

Es waren gerade einmal zwei Arbeiterinnen gestorben. Ein gutes Zeichen wie ich finde.

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18.11.2008

Nach meinem kurzen Urlaub, haben sich meine Bedenken die Kolonie über die Zeit alleine zu lassen nicht bestätigt. Alle Ameisen waren wohlauf. und es wurde wie ich zu meiner Freunde sehen konnte ihr Zweignest schön ausgebaut. Viele Puppen Larven und kleine Eier konnte man ohne weiteres an der Scheibe des Zweignestes sehen.

Tagsüber wurden alle Ameisen, Larven usw. aus dem neu gebauten Nest “ abgezogen “ und in den Hamsterball verlegt, warum es so ist, kann ich mir im Moment jedoch nur mit der Helligkeit innerhalb des des Formicariums erklären. Die Temperatur halte ich bei ca. 26°C.

Jedoch musste ich wegen einer sehr schlimmen Sache erschrocken die Luft anhalten und mich wundern.

Als ich etwas näher vor dem Becken stand und schaute ob die Ameisen noch genug Baumaterial haben, sah ich ein Heimchenrest unter den Sägespänen und zog es mit einer Pinzette ( wie ich es immer mit Nahrungsmittelresten mache ! ) aus dem “ Baumaterial “. Ich schaute etwas verdutzt denn das Heimchen war stark abgeknabbert ( wie man es eben kennt ), war jedoch irgendwie “ Staubig “ !

Als ich es dann unter meine Lins legte, juckte es mir sofort überall. In diesem kleinen Heimchenkörper krabbelten hunderte Milben munter umher und labten sich an den Überresten des Futtertiers.

Ich dachte mir .... “ Wenn die Milben so zahlreich sind, sind die zu 100% auf die Kolonie übergegangen ”. Da ich die Kolonie aber nicht einfach ihrem Schicksal überlassen wollte, habe ich und mit tatkräftiger Hilfe meiner Freundin begonnen die Kolonie in eine große Plastikbox umzusiedeln und stichprobenartig Königinnen, Arbeiterinnen, Eier und besonders die Larven nach Milben abgesucht aber nichts Milbenartiges gefunden. Dennoch lasse ich die Kolonie fürs erste in dem neuen Heim und werde weiter beobachten. Das alte Becken habe ich bereits mit kochendem Wasser überbrüht und die losen Teile entfernt.

Auf die Frage wo die Milben bei einem geschlossenen Formicarium sowie den stets überbrühten Futtertieren herkommen könnte, stehe ich weiterhin vor einem Rätsel, was mich aber noch weiter sensibilisiert hat besser aufpassen zu müssen.

11.12.2008

Nach dem Umzug in eine Plastikbox ( wo vorher schon eine Kolonie Crematogaster rogenhoferi gelebt hatten ), starben vereinzelt Ameisen. Ich kann nicht genau sagen, warum dies passierte, dennoch konnte ich es nicht mit einem Milbenbefall in Verbindung bringen.

Ich musste den schönen Hamsterball leider aufschneiden und einen großen Teil entsorgen. Daher konnte ich nur einen kleinen Teil von dem alten Nest in die neue “ Anlage ” mit übernehmen. Nun mal drüber nachgedacht, eine schlechte Idee von mir. Denn auch dort hätten sich viele Milben verstecken können. Nur wenn ich die Ameisen wieder auf Null ( also in ein RG ) zurückgesetzt hätte, wären sicherlich viel mehr Arbeiterinnen sowie Königinnen gestorben.

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In der Zeit, in der die Ameisen nun auf ihr neues Heim warteten, hatte ich genug Zeit das alte Becken mit reichlich kochendem Wasser zu überfluten und so sicher zu gehen, dass zumindest in dem alten Glasbecken keine Milben mehr überlebten. Der Gipsboden zog das Wasser auf wie ein Schwamm und hatte dann auch die richtige Feuchtigkeit für einen neuen Start.

Ich hatte im Herbst 2008 bei einem Spaziergang noch einige große Baumrindenstücke gesammelt und diese bis zu diesem Tag trocken gelagert. Ich übergoss das gesamte Stück mehrere Male mit mit kochendem Wasser um einfach alles eventuell noch lebende in dem Stück Holz den Garaus zu machen ( kling recht stupide und rabiat, dennoch wollte ich hier auf Nummer Sicher gehen ! ). Das Wasser durchzog das Holz komplett, dies war für mich das Zeichen, dass nun alles “ frei von unerwünschten Nachbarn “ ist. Ich ließ es abkühlen sowie etwas trocken werden.

Am nächsten Abend, konnte ich dann die Ameisen umziehen lassen. Zwar war die Panik wieder recht groß, aber sie fanden recht schnell einen neuen Platz für ihr Nest. Dies lag auch absolut genau da, wo ich sie haben wollte ! Eine Glückliche Fügung ;)

Der Boden besteht aus Gips sowie Humuserde, Baumrindenstücken, Sandkörnern und Rindenmulch. Ich dachte erst ich könne die Tiere nichtmehr gut darauf erkennen können .... aber weit gefehlt. Auch ist der Nestbau nun viel Anschaulicher und nicht nur von Sägespänen geprägt. Noch ein sehr schöner Vorteil dieser recht dunklen Baumaterialen ist, dass man nun Eier, Larven usw. viel besser erkennen kann.

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04.02.2009

Die Kolonienentwicklung geht alles andere als gut voran in diesem Moment. Ich habe zwar die Luftfeuchtigkeit immer auf ca. 60% laut der Anzeige des kleinen Hygrometers. Die Temperatur im Becken selber liegt Tagsüber bei max. 28°C.

Vor ein paar Wochen sind an nur einem einzigen Tag mehr als 30 Arbeiterinnen verstorben. Darunter jedoch keine Königin ! Die Eiablage ist in diesem Zeitraum fast zum erliegen gekommen. Bei zehn Königinnen, sollte da einfach mehr bei “ rumkommen “ habe ich gedacht. Nun stelle ich mir aber schon seid längerer Zeit die Frage, ob auch wirklich alle Königinnen befruchtet sind oder nicht ?! Die Menge bzw. die Größe der Eierpakete sagen mir, dass maximal drei oder vier der Königinnen “ aktiv ” Eier legen.

Im Moment jedoch sieht es nicht gut für die recht klein gewordene Kolonie aus. Woran es liegen könnte, habe ich versucht in diversen Ameisenforen nachzublättern ... bisher mit einem kleinen Teilerfolg wie ich zunächst dachte! Ich werde nun die Temperatur im Becken auf max. 24 Grad reduzieren und die Luftfeuchtigkeit weiter senken ..... gedacht .... gemacht .... das überraschende Ergebnis war, dass ich in den nächsten zwei drei Tagen ca. 20 weitere tote Arbeiterinnen aus der Arena fischen konnte.

Nur noch ganz wenige Eier, Larven sowie Puppen sind nun noch zu sehen. Es ist ein Zeitpunkt gekommen, um sich wirklich Sorgen zu machen. Futter steht IMMER reichlich zur Verfügung.( Zucker, - Honigwasser, Trinkwasser sowie Proteinnahrung ).

Ich habe mich dazu entschlossen, ein Digitales Thermo- / Hygrometer zur genaueren Messung von Temperatur und Luftfeuchtigkeit zu bekommen ... was dann kam, war schon echt ein Schock für mich .... Die Temperatur selber war vorher schon genau durch ein Digitales Instrument gemessen worden und war hier richtig, jedoch war die Luftfeuchte die ganze Zeit bei ca. 40% ....

Nun habe ich mehr Wasser in das Becken gegeben und kann nur hoffen, dass es den Ameisen nun wieder besser gehen wird. Ich werde nie wieder die kleinen billigen schwarzen Messinstrumente kaufen. Besser man gibt wirklich ein paar Euro mehr aus, hat aber dann etwas viel genaueres !

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